Logo Fisch Die Startseite der
Evangelisch-Lutherischen
Kirchengemeinde Jade
Evangelisch-Lutherische
Kirchengemeinde Jade
Trinitatiskirche in Jade Bildergalerie:
Fotos aus dem Inneren
der Trinitatiskirche

Das Altarbild von Jan Oeltjen
Vielen Besuchern fällt beim Betreten unserer Kirche als erstes das farbenfroh leuchtende Altarbild auf. Dieses Gemälde hat eine interessante Geschichte (mehr dazu im Buch „Die Trinitatiskirche - ein kulturhistorischer Führer” Das Buch über die Trinitatiskirche, geschrieben
vom Kirchenältesten Uwe Niggemeyer.
). Es wurde 1926 von dem in Jaderberg geborenen Maler Jan Oeltjen im Auftrag der Kirchengemeinde Jade gemalt. Das Bild zeigt die Auferstehung Christi inmitten der Familie des Malers und vieler Gemeindemitglieder. Als Vorlage diente Jan Oeltjen eine Tafel des Isenheimer Altars von Matthias Grünewald (1475 - 1528).

Zur Vorbereitung seiner Arbeit fertigte Jan Oeltjen einen Ölentwurf, eine Aquarellskizze und 33 Portraitzeichnungen der auf dem Bild dargestellten Personen an. Alle diese Arbeiten haben sich bis heute im Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg, im Nachlass des Künstlers und in Privatbesitz erhalten. Eine Ausstellung hat alle diese Arbeiten im Mai 1991 in der Trinitatiskirche wieder zusammengeführt. Grund für diese Ausstellung war, dass im Zuge der Restaurierung der Trinitatiskirche auf Wunsch des Restaurators das Altarbild Oeltjens durch ein anderes Gemälde ersetzt werden sollte. Der größte Teil der Gemeindeglieder wäre mit diesem Wechsel durchaus einverstanden gewesen, hatte doch die Gemeinde das Bild Oeltjens eigentlich niemals ganz akzeptiert. Dafür gab es sicherlich mehrere Gründe. Einer dürfte darin liegen, dass das Bild 1926 bei der Übergabe vielen Gemeindegliedern zu „modern” war. Stilistisch ist es zwischen dem ausgehenden Expressionismus der 20er Jahre und dem Beginn der Neuen Sachlichkeit einzuordnen. Das große Format des Altarbildes - 201 cm x 179 cm - und die erheblichen Farbkontraste bilden einen starken Kontrapunkt zum übrigen Interieur der Kirche. Dieser Meinung waren bei der Restaurierung auch der Restaurator, die Bauleitung und die Denkmalschutzbehörde. Der energische Widerstand einiger Gemeindeglieder hat letztlich dazu geführt, dass Oeltjens Bild noch heute seinen Platz am Altar hat. Die erwähnte Ausstellung, ein ausführlicher Katalog und viel mündliche „Aufklärung” haben den größten Teil der Gemeinde davon überzeugt, dass das Altarbild der Trinitatiskirche ein ganz besonderer Schatz unseres Gotteshauses ist. Der Verein „Künstlerhaus Jan Oeltjen” hat es sich unter anderem zur Aufgabe gemacht, die Arbeiten von Jan Oeltjen und die seiner Frau Oeltjen-Kasimir zu katalogisieren und sie in Themenausstellungen der Bevölkerung zugänglich zu machen.

Das Altarbild von Jan Oeltjen
Das Altarbild von Jan Oeltjen

Jan Oeltjen

Er wird 1880 in Jaderberg als Sohn eines Bauern geboren. Schon als 15jähriger erbt er den Hof. Er studiert in Berlin Malerei, macht Studienreisen, heiratet 1911 die Bildhauerin Elsa Kasimir in der Trinitatiskirche. Sie leben in Jaderberg, Wien und auf ihrem Weingut in Varea.  1926 malt er im Auftrag des Kirchenrates das Altarbild. 1959 reist er zum letzten Mal nach Deutschland. 1968 stirbt er nach kurzer Krankheit. Das unten abgebildete Buch gab der Verein „Künstlerhaus Jan Oeltjen” 1991 anlässlich der großen Ausstellung zum Altarbild in der Trinitatiskirche heraus. Es ist im Künstlerhaus erhältlich (siehe Links).

Buch Jan Oeltjen

  Startseite   |   Seitenanfang   |   Intern   |   Datenschutz   |   © 2012, 2013