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Trinitatiskirche in Jade Bildergalerie:
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der Trinitatiskirche
Was mich bewegt
(Juli/August 2018)
Monatsspruch
   


Liebe Leserinnen und Leser, auf das Fundament kommt es an und das nicht nur beim Hausbau. Das wusste schon Christus. Sie können es nachlesen im Evangelium nach Matthäus, Kapitel 7. Es macht schon einen gewaltigen Unterschied, ob jemand sein Haus auf solidem Fundament baut oder einfach in den Sand setzt. Erst am Fundament zu arbeiten ist zwar anstrengender, dafür aber auch nachhaltiger. Mag es eines Tages auch anfangen zu stürmen - das Haus hält ihnen Stand, weil es auf festem Grund steht. Anders ist es, wenn es auf sandigem Boden errichtet wurde. Es ist zwar schnell aufge baut, findet aber keinen Halt, wenn Unwetter aufziehen. Auf das Fundament kommt es an, davon konnten sich alle überzeugen, die mit den Pfadfindern Anfang Juni auf das 20-jährige Bestehen des Stammes Jadeburg am Gemeindezentrum Jaderberg zurückschauten. Hätte das Fundament nicht gestimmt, schon die Gründung des Stammes wäre ins Wasser gefallen. Am Abend des Gründungstages fegten wolkenbruchartige Regenfälle und orkanartiger Sturm über das erste Pfadfinderlager in Jaderberg hinweg, wussten die Ältesten des Pfadfinderstammes im Gottesdienst zum Jubiläum zu erzählen. Pastor Michael Kühn, der den Stamm gründete, und ich hatten große Freude daran, anlässlich dieses Jubiläums gemeinsam mit den Pfadfindern und der Gemeinde diesen Gottesdienst zu feiern und der Frage nachzugehen, worin denn das Fundament der Pfadfinder des Stammes Jadeburg besteht. Es geht ja nicht nur um die Bodenbeschaf fenheit des Zeltplatzes. Die ist offenbar am Gemeindezentrum gut, darum konnten dort auch die Jurten aufgebaut werden. Unsere Pfadfinder sind auch in anderer Hinsicht kluge Haus bzw. Zeltbauer. Sie haben verstanden, dass es entscheidend darauf ankommt, nicht nur auf Christus zu hören, sondern seine Worte auch zu befolgen. Nur denen eröffnet Christus den Weg ins Leben, die gerecht leben und den Frieden suchen, denen, die nach seinen Worten handeln,


















   


wird uns im Matthäusevangelium erzählt. Daher wird in den Gruppenstunden und auf den Lagern der christliche Glaube ganz praktisch gelebt. Pfadfinder nehmen aufeinander Rücksicht, halten zusammen, versuchen sich besser zu verstehen, akzeptieren sich in ihrer Unterschiedlichkeit und feiern miteinander Gottesdienste. Ihr Handeln ist Zeichen des Dankes dafür, das Leben und die Welt von Gott als Geschenk bekommen zu haben. Sie engagieren sich – über ihre eigenen Aktivitäten hinaus – tatkräftig in unserer Kirchengemeinde. In der evangelischen Jugendarbeit vor Ort sind sie seit 20 Jahren eine feste Größe und nicht mehr wegzudenken. Sie helfen mit bei Festen und unterstützen andere Gemeindegruppen. Beim jährlichen Friedenslichtgottesdienst im Advent bringen sie das Friedenslicht aus Bethlehem in unsere Trinitatiskirche. Sie lassen uns damit teilhaben an der ökumenischen Weite der Pfadfinderbewegung und helfen uns damit, einen Blick über den eigenen Kirchturm zu werfen und Anteil zu nehmen an den Lebensumständen von Menschen, die an vielen Orten der Erde nicht im Frieden wohnen.
Auf das Fundament kommt es an und damit darauf, was unser Leben trägt. Das gilt nicht für die Pfadfinder, sondern für uns alle: Nur wer festen Boden unter den Füßen hat, kommt sicheren Schrittes voran im Leben und kann wieder aufstehen, wenn er gefallen ist. Es geht um unsere Lebenseinstellung, die ein solides Fundament benötigt. „Verlasst euch auf Gott!, der zu euch hält“, rät uns Christus bei Matthäus. Wer danach handelt, ist wie der kluge Mann, der sein Haus auf Fels gebaut hat. Wenn die Stürme des Lebens kommen – und das werden sie – ist es gut zu wissen, worauf wir uns verlassen können. Nur dann finden wir Halt und bekommen Kraft und Mut, nach Gottes Willen zu leben und auf unsere Mitmenschen zu achten.
Dass nicht nur unsere Pfadfinder auch in Zukunft auf diesem Fundament weiter aufbauen, hofft


Ihr
Berthold Deecken, Pastor



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