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Kirchengemeinde Jade
Trinitatiskirche in Jade
Die Trinitatiskirche
Etwa 1524/25 wurde die erste Kirche am Platz der heutigen Trinitatiskirche (Der Name ist seit dem 19. Jahrhundert bezeugt.) errichtet. Sie war in ein­fachs­ter Bauweise ausgeführt und wurde schon 1600 er­neu­ert.

Nachdem sich durch die Eindeichung Außendeichs „die Menge der Eingepfarten erheblich vermehret“ hatte, wurden neue Stühle (feste Sitzplätze/Kirchenstühle) ge­baut und verkauft. 1666/67 ließ Graf Anton I. von Al­den­burg die Kirche durch einen massiv errichteten Chor erweitern. Im alten Teil wurde eine neue Orgel und Ge­stühl eingebaut. Schon 1687 wurde alles mit Aus­nahme des neuen festen Chores abgerissen und ebenfalls massiv neu gebaut. Der Text der Tafel im In­nen­raum der Kirche an der Südwand berichtet davon. Schon 1738 wurde die heutige Orgel eingebaut (siehe Text „Unsere Busch-Orgel”). Die beiden Kronleuchter stammen aus dem Jahr 1738/Messing und 1750/Bronze. 1773 wurden im Chor an der Nordseite und hinter dem Altar neue Kirchenstühle gebaut. Für die Besitzer wurde extra ein Süd-Ost-Fenster zu einer Tür umgebaut, die man von außen über eine Treppe erreichte. Innen ging man entweder nach unten in den Kirchraum oder nach oben in die Stühle. Der hölzerne Kirchturm wurde 1789 ab­ge­rissen und mit Ziegeln neu errichtet. In ihm gab es schon die „Margaretenglocke“ aus der Kreuzmoorer Kapelle. Sie wurde durch eine größere Glocke ergänzt.
Im Laufe der Jahre wird der Mittelgang mit Sand­stein­platten ausgelegt, wobei die drei Grabplatten, die dort waren,  integriert wurden. Im unteren Gestühl wird der Fuß­boden mit Tannendielen ausgelegt. Beim Streichen des Inneren übermalte man die Bibelsprüche an der Brüstung, was später mühsam wieder rückgängig ge­macht wurde.

1926 wurde das Altarbild des Holländers Antoni Elliger von 1775 durch das von Jan Oeltjen (siehe dort) er­setzt. Der Kirchenmaler Oetken (Delmenhorst) re­no­vier­te 1954 die Kirche. Der Vorraum wurde 1970 um­ge­stal­tet. Die jetzige Bemalung erhielt der Innenraum 1989/90. Im Zuge der Renovierung wurden Teile einer al­ten Be­ma­lung freigelegt (Altarraum).

Die letzte große Veränderung geschah im ersten Halbjahr 2012 durch das Umsetzen des Kirchstuhles, welcher nun hinter dem Altar steht. Er diente seit 1954 als Windfang vor der Tür neben der Kanzel. Durch das Umsetzen des Stuhles musste auch der Kanzelaufgang wieder verändert werden. Nun entspricht er wieder der ur­sprünglichen Form. Das bis 1954 vorhandene Kan­zel­tor wurde nicht rekonstruiert.


Blick auf die Trinitatiskirche von Süden, hier noch mit dem alten Gemeindehaus
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